Allgemeine Informationen

Das Zweite Pflegestärkungsgesetz

 

 

 

Das Zweite Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung und zur Änderung weiterer Vorschriften (Zweites Pflegestärkungsgesetz, PSG II) ist am 1. Januar 2016 in Kraft getreten.

 

Das neue Begutachtungsverfahren und die Umstellung von Pflegestufe auf Pflegegrad werden zum

1. Januar 2017 wirksam.

 

 

 

Pflegegrade und Leistungen ab dem 1.1.2017

 

 

In Zukunft werden körperliche, geistige und psychische Einschränkungen gleichermaßen erfasst und in die Einstufung einbezogen. Mit der Begutachtung wird der Grad der Selbstständigkeit in sechs verschiedenen Bereichen gemessen und – mit unterschiedlicher Gewichtung – zu einer Gesamtbewertung zusammengeführt. Daraus ergibt sich die Einstufung in einen Pflegegrad. Die sechs Bereiche sind:

 

 

  • Mobilität
  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • Selbstversorgung
  • Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

 

 

 

 

Hauptleistungsbeträge in Euro

 

 

 

PG 1

PG 2

PG 3

PG 4

PG 5

Geldleistung ambulant

-

316

545

728

901

Sachleistung Ambulant

-

689

1298

1612

1995

Entlastungsbetrag ambulant (zweckgebunden)

125

125

125

125

125

Leistungsbetrag stationär

125

770

1262

1775

2005

 

 

 

Viele erhalten mehr Leistungen, niemand wird schlechter gestellt

 

 

Wer bereits Leistungen der Pflegeversicherung bezieht, wird per Gesetz automatisch in das neue System übergeleitet. Niemand muss einen neuen Antrag auf Begutachtung stellen. So wird für die Betroffenen unnötiger zusätzlicher Aufwand vermieden. Dabei gilt: Alle, die bereits Leistungen von der Pflegeversicherung erhalten, erhalten diese auch weiterhin mindestens in gleichem Umfang, die allermeisten erhalten sogar deutlich mehr.

 

 

Konkret gilt die Formel: Menschen mit ausschließlich körperlichen Einschränkungen werden automatisch in den nächst höheren Pflegegrad übergeleitet. (Beispiele: Pflegestufe I wird in Pflegegrad 2, Pflegestufe III wird in Pflegegrad 4 übergeleitet). Menschen mit geistigen Einschränkungen kommen automatisch in den übernächsten Pflegegrad. (Beispiel: Pflegestufe 0 wird in Pflegegrad 2, Pflegestufe II mit eingeschränkter Alltagskompetenz wird in Pflegegrad 4 übergeleite

 

 

Quelle: http://www.bmg.bund.de/themen/pflege/pflegestaerkungsgesetze/pflegestaerkungsgesetz-ii.html

 

 

 

 

 

bis 31.12.2016

ab 01.01.2017

Ohne eingeschränkte Alltagskompetenz

Mit eingeschränkter Alltagskompetenz

Pflegestufe 0***

Pflegegrad 2

Pflegestufe I

Pflegegrad 2

Pflegegrad 3

Pflegestufe II

Pflegegrad 3

Pflegegrad 4

Pflegestufe III

Pflegegrad 4

Pflegegrad 5

Pflegestufe III +Härtefall

Pflegegrad 5

Pflegegrad 5

 

 

 

*** Die bisherige Pflegestufe 0 wird durch den Doppelsprung aufgelöst, Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz sind aufgrund des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs den Personen mit rein körperlichen Einschränkungen gleichgestellt.

 

 

Quelle: http://www.fokus-pflegerecht.de/pflegereform-2016-2017-psg-ii/ueberleitung-pflegestufen-2017/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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